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Auch für Unternehmen gelten die üblichen Haftungspflichten. Derjenige, der einen Schaden verursacht, muss also auch dafür aufkommen. Entsteht demnach beispielsweise ein Schaden auf dem Betriebsgelände oder führt die betriebliche Tätigkeit selbst zu Schäden an fremdem Eigentum, ist der Firmeninhaber dafür haftbar zu machen. Für diesen kann dies schwerwiegende finanzielle Konsequenzen nach sich ziehen.

 

Die verschiedenen Formen eines Haftpflichtschadens

Schäden können auf verschiedene Art und Weise differenziert werden. Zum einen ist das die Unterscheidung nach der Entstehung. So gibt es sowohl vorsätzlich herbeigeführte Schäden als auch solche, die durch leichte oder grobe Fahrlässigkeit herbeigeführt wurden. All diese Schäden ziehen eine Haftung des Verursachers nach sich – wobei eine Versicherung dabei aber natürlich nur die Schäden absichert, die nicht vorsätzlich begangen wurden.

Eine weitere Unterscheidung wird bei der Art des Schadens vorgenommen. So gibt es z. B. Personenschäden, die sich in körperlichen Verletzungen der geschädigten Person äußern. Solche Schäden können zu hohen Behandlungskosten führen, die vom Verursacher übernommen werden müssen und im schlimmsten Fall auch lebenslang das eigene Konto belasten können. Zusätzlich kann es zu Schmerzensgeldforderungen kommen, die die finanzielle Situation des Unternehmens weiter verschlechtern können. Auch werden Sachschäden differenziert, wenn im Rahmen der Betriebstätigkeit Gegenstände beschädigt werden, für deren Ersatz oder Beseitigung das Unternehmen aufkommen muss. Zum Abschluss gibt es auch noch die so genannten Vermögensschäden, die sich insbesondere durch Verdienstausfälle bemerkbar machen, die entstehen, wenn geschädigte Personen aufgrund eines herbeigeführten Sach- oder Personenschadens beispielsweise nicht in der Lage sind, wichtige Termine einzuhalten, die zu deren Verdienst beitragen.

Im Rahmen der betrieblichen Tätigkeit können so viele Schäden auftreten, mit denen der Betrieb nicht immer rechnen und sich auch niemals zu 100 % dagegen absichern kann. Um aufgrund der drohenden hohen Schadenersatzforderungen den eigenen Betrieb keinem existenziellen Risiko auszusetzen, ist daher der Abschluss einer Betriebshaftpflichtversicherung enorm wichtig. Denn nur mit einer solchen Sicherheit im Rücken kann sich das Unternehmen voll und ganz auf seine betrieblichen Tätigkeiten konzentrieren.

 

Die Leistungen der Betriebshaftpflicht

Kommt es zu erhobenen Schadenersatzansprüchen durch einen Geschädigten, besteht die Leistung der Versicherung zunächst einmal in der Prüfung des Anspruchs. Besteht nach einer solchen Prüfung tatsächlich ein Anspruch auf Schadenersatz, weil die versicherten Personen den Schaden wirklich zu vertreten haben, übernimmt die Betriebshaftpflichtversicherung die entstandenen Kosten, Schadenersatz- sowie Schmerzensgeldforderungen. Ist der Anspruch jedoch unberechtigt, fungiert die Betriebshaftpflicht sozusagen auch als Rechtsschutzversicherung und wehrt diese unberechtigten Forderungen notfalls auch vor Gericht ab.

 

Der Versichertenkreis in der Betriebshaftpflicht

Über den Abschluss einer Betriebshaftpflichtversicherung wird selbstverständlich der Betriebsinhaber als Versicherungsnehmer für von ihm verschuldete Schäden abgesichert. Da er aber nicht alleine die Tätigkeiten in der Firma ausübt, sind auch weitere Personen mitversichert. Dazu gehören zum einen der gesetzliche Vertreter des Chefs, Betriebsangehörige wie Angestellte und Arbeiter und auch diejenigen, die die Firma beaufsichtigen, wie zum Beispiel ein Wachdienst. Sofern der Ehepartner des Versicherungsnehmers oder dessen Angehörige ebenfalls im Unternehmen mitarbeiten, gelten diese auch als versichert. Neben den so gesehen "lebenden Schadenverursachern" schließt der Versicherungsschutz auch Schäden durch Betriebsfahrzeuge ein, deren Geschwindigkeit 6 km/h nicht übersteigt und die keine Kennzeichen benötigen.

 

Der Versicherungsvergleich für die optimale Absicherung

Wie in allen Sparten bietet auch die Betriebshaftpflichtversicherung aufgrund vieler verschiedener Angebote die Möglichkeit, durch eine Gegenüberstellung der unterschiedlichen Varianten, ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis zu erhalten. Dabei ist oft auffällig, dass die Berechnung der Beiträge recht unterschiedlich sein kann. So richten sich manche Versicherungen nach der Anzahl der zu versichernden Personen während andere wiederum den Umsatz oder die Summe der gezahlten Löhne als Berechnungsgrundlage festlegen. Zudem werden auch Unterschiede je nach Berufsgruppe gemacht, sodass der perfekte Versicherungsschutz immer eine sehr individuelle Lösung sein wird und ein Vergleich daher sehr wichtig und lohnenswert ist. Gerade für Existenzgründer gibt es diverse Vergünstigungen in den ersten Unternehmensjahren, die auf jeden Fall für einen sicheren Einstieg in das Unternehmertum genutzt werden sollten.