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Der Druck auf Unternehmen wird heutzutage immer größer - ein unvergleichlich harter Konkurrenzkampf, Patentrechtsfragen, eine enge Preispolitik sowie Termine und Zeitnot führen dazu, dass immer öfter Fehler gemacht werden. Nicht selten enden diese Fehler in Rechtsstreitigkeiten, was vor allem auch darin begründet liegt, dass die Hemmschwelle der Problemklärung vor Gericht aufgrund bestehender Rechtsschutzversicherungen zunehmend niedriger wird.

Selbst wenn ein Firmeninhaber der Meinung ist, Streitereien lieber außergerichtlich klären zu wollen, hat er diese Option zumeist nicht mehr, wenn die gegnerische Partei anderer Meinung ist und den Weg zum Anwalt schon eingeschlagen hat. Dies ist immer häufiger der Fall, da meist auch erhebliche Schadenersatzforderungen in einen Rechtsstreit mit hineinspielen. Vor allem dann, wenn eine solche Auseinandersetzung unvermittelt sich erhebt und man sich keiner Schuld bewusst ist, kann und darf sich ein Unternehmen nicht in sein Schicksal ergeben und muss für sein gutes Recht und die Wahrung seiner wirtschaftlichen Interessen kämpfen. Damit aufgrund sehr hoher Kosten nicht auf diesen Kampf verzichtet werden muss, gibt es den Firmenrechtsschutz. Auf diesen sollte keine Firma verzichten - zum eigenen Schutz.

 

Versicherte Kosten als Sicherheit für das Unternehmen

Wie schon erwähnt, können die Kosten für eine Rechtsberatung und die anschließende Gerichtsverhandlung schnell sehr große Dimensionen erreichen - dies vor allem dann, wenn sich Gerichtsverhandlungen in die Länge und durch mehrere Instanzen ziehen. Dies kann schnell ein finanzielles Chaos oder sogar das Ende eines Unternehmens bedeuten. Mit dem Firmenrechtsschutz sichert sich das Unternehmen ab, dass es zu allen rechtlichen Problemen nicht auch noch mit den finanziellen Folgen einer Rechtsstreiterei zu kämpfen hat. Dabei übernimmt die Versicherung verschiedene Kostenarten, wodurch auch verhindert wird, dass ein Unternehmen wegen drohender Ausgaben auf eine Verhandlung vor Gericht und damit auf sein gutes Recht verzichtet. Die Firmen-Rechtsschutzversicherung übernimmt dabei die eigenen Anwaltskosten sowie eventuelle Kosten für die in Anspruch genommene Rechtsberatung durch den Gegner. Geht der Streit weiter, bezahlt der Firmenrechtsschutz auch die Gerichtskosten oder eventuell entstehende Kosten im Rahmen einer außergerichtlichen Einigung. Wird zu einer gerichtlichen Entscheidung ein Gutachten benötigt, übernimmt die Rechtsschutzversicherung zusätzlich auch die Kosten für den entsprechenden Sachverständigen.

 

Die verschiedenen Bereiche des Firmenrechtsschutzes

Den Firmenrechtsschutz gibt es für die unterschiedlichsten rechtlichen Bereiche. Daher ist es auf jeden Fall vor einem Abschluss einer entsprechenden Versicherung wichtig zu prüfen, welchen Situationen dem eigenen Unternehmen in einem Rechtsstreit drohen können, um sich dementsprechend konkret für diese Bereiche abzusichern. So gibt es zum einen den Schadenersatz-Rechtsschutz. Er tritt ein, wenn es rechtliche Probleme aufgrund von selbst verschuldeten und anderen zugefügten Personen-, Sach- und Vermögensschäden gibt. Eine sehr wichtige Absicherung ist auch der sogenannte Straf-Rechtsschutz, welcher die Kosten übernimmt, die aufgrund von rechtlichen Schritten in Bezug auf Ordnungswidrigkeiten oder sogar fahrlässigen Straftaten entstehen. Bezüglich eventueller Probleme als Arbeitgeber kann sowohl der Sozialgerichts-Rechtsschutz eine wichtige Hilfe darstellen als auch der Arbeitsrechtsschutz, wenn es um vertragliche Probleme geht - wie zum Beispiel eine Abmahnung oder Kündigung. Bei Problemen zwischen Vertragspartnern aufgrund von Nicht- oder Ungenügend-Erfüllungen spielt der Vertrags-Rechtsschutz eine große Rolle. Weiterhin gibt es den Datenrechtsschutz, den Steuerrechtsschutz und viele weitere Möglichkeiten, deren Notwendigkeiten individuell geprüft werden müssen, um dem Unternehmen die bestmögliche Sicherheit zu geben.

Gerade weil sich der Beitrag für den Firmenrechtsschutz anhand des gewählten Versicherungsumfangs berechnet, ist eine genaue Überprüfung des notwendigen Schutzes von großer Bedeutung. Denn zum einen möchte man optimal abgesichert sein, zum anderen aber auch nicht mehr als unbedingt nötig für die eigene Absicherung zahlen müssen. Aufgrund vieler verschiedener Tarife lohnt sich ein Versicherungsvergleich immer, um den gewünschten Versicherungsumfang zu den besten Konditionen zu erhalten. Eine weitere Möglichkeit, sich einen günstigeren Beitrag zu sichern, ist die Wahl eines Selbstbehaltes. Dabei sollte man aber auch immer daran denken, dass ein solcher Selbstbehalt bei jedem Schadenfall zunächst selber getragen werden muss, bevor die Versicherung einspringt.