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Unfälle können überall passieren und nicht selten haben sie schwerwiegende gesundheitliche Folgen, die man nicht unterschätzen sollte. Sicher kann es bei jedem Unfall auch gut gehen, aber was ist, wenn der Unfall dazu führt, dass man zum Beispiel zumindest vorübergehend auf einen Rollstuhl angewiesen ist, seinen Beruf über längere Zeit nicht ausüben kann oder auch seinen Lebensraum behindertengerecht umgestalten muss?

 

Reicht der Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung?

Je nach Schwere und Folgen eines Unfalls können sehr hohe Sonderkosten auf einen zukommen, die man in der Regel nicht alleine bewältigen kann, ohne dass finanzielle Sorgen damit verbunden sind. Aus diesem Grund ist es wichtig, auf die Leistungen einer Versicherung zurückgreifen zu können.

Der Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung bezieht sich dabei aber lediglich auf Unfälle, die sich während der Arbeit beziehungsweise auf dem Weg dorthin oder von dort nach Hause ereignen. Für Schüler gibt es diesen Schutz auch während der Schulzeit und auf dem Schulweg. Alle übrigen Unfälle, die in der Freizeit passieren, sind nicht abgesichert.

Um jederzeit ein gutes, weil versichertes, Gefühl zu haben, gibt es aber die privaten Unfallversicherungen. Eine solche private Unfallversicherung ist weder zeitlich noch örtlich begrenzt, sodass man weltweit und um rund um die Uhr von seinem Versicherungsschutz profitieren kann, ohne sich Gedanken darüber machen zu müssen, ob man sich gerade im beruflichen oder privaten Bereich bewegt.

 

Wann spricht man eigentlich von einem Unfall?

Für das von der Versicherung laut Versicherungsbedingungen anerkannte Vorliegen eines Unfalls gibt es besondere Voraussetzungen. So muss es sich um ein von außen, plötzlich und unfreiwillig auf den Körper einwirkendes Ereignis handeln. Bei Stürzen und Zusammenstößen mit anderen Personen, Autos oder sonstigen Gegenständen ist die Sachlage dabei sehr deutlich. Es gibt aber auch Gefahren, die auf den ersten Blick nicht zu dieser Definition passen, von manchen Versicherungen aber dennoch als Unfall und somit auch als Versicherungsfall angesehen werden. So erhält man bei manchen Anbietern zum Beispiel auch Geld im Falle von Vergiftungen oder Impfschäden. Unterschiedlich wird auch der Oberschenkelhalsbruch behandelt, der bei manchen Unfallversicherungen versichert, bei vielen aber auch von vornherein ausgeschlossen ist. Ein Vergleich lohnt sich also immer, um einen optimalen Schutz zu erhalten.

 

Leistungen der privaten Unfallversicherung

Im Rahmen von privaten Unfallversicherungen kann man verschiedene Leistungen wählen. Die Standardleistung besteht in der so genannten Invaliditätsleistung, worunter eine Einmalzahlung zu verstehen ist, die man im Falle eines Unfalls von der Versicherung erhält. Zudem hat man die Möglichkeit, eine monatliche Unfallrente oder auch einen Todesfallschutz zu vereinbaren, um noch mehr von der Unfallversicherung zu profitieren. Sowohl Invaliditätssumme als auch Rente und Todesfallleistung kann man in ihrer Höhe frei bestimmen, um den Schutz an die persönlichen Bedürfnisse anzupassen.

 

Gliedertaxe als Berechnungsgrundlage der Invaliditätsleistung

Bei Unfallversicherungen erhält man im Falle eines Unfalls nicht die gesamte Invaliditätssumme, die vertraglich vereinbart wurde, sondern lediglich einen bestimmten Prozentsatz, der sich nach dem Grad der Invalidität richtet. Diese Berechnung erfolgt anhand der so genannten Gliedertaxe. In dieser sind die verschiedenen Körperteile mit einer entsprechenden Prozentzahl aufgeführt. Führt ein Unfall zum Verlust oder einer Funktionsunfähigkeit eines Körperteils, bildet diese Prozentzahl dann den Invaliditätsgrad und führt zu einer Auszahlung des entsprechenden Prozentsatzes von der vertraglich vereinbarten Invaliditätssumme.

Der Verlust des Geruchssinnes bedeutet beispielsweise eine Invalidität von 10 %, der des Gehörsinnes auf einem Ohr schon 30 % und der Verlust oder die Funktionsunfähigkeit eines Auges sogar 50 %. Verliert man einen Daumen, gilt ein Invaliditätsgrad von 20 %, bei einem Fuß werden 40 % berechnet. Sind mehrere Körperteile betroffen, werden die Prozentzahlen addiert, um den Invaliditätsgrad zu bestimmen.

Bei manchen Unfallversicherungen sind auch Progressionen eingebaut. Das bedeutet, dass ab bestimmten Prozentsätzen ein Vielfaches der Invaliditätssumme als Berechnungsgrundlage genommen wird, sodass man bei schlimmeren Unfällen auch Leistungen erhalten kann, die über der gewählten Invaliditätssumme liegen.

Der Beitrag berechnet sich anhand der Höhe der gewählten und selbst bestimmten Versicherungsleistungen. Der Gesundheitszustand spielt keine Rolle, weil der Eintritt eines Unfalls jederzeit geschehen kann und nichts mit Vorerkrankungen zu tun hat. Einfluss haben können allerdings Risiken innerhalb des Berufs oder auch gefährliche Hobbies, die teilweise sogar zu einer Ablehnung eines Antrags führen können. Da die Behandlung verschiedener Risiken bei den Anbietern unterschiedlich ist, lohnt sich ein Vergleich der verschiedenen Unfallversicherungen.