Schnellsuche

Wenn durch das Unwetter die Häuser unter Wasser gesetzt, Fahrzeuge beschädigt und Möbelstücke ruiniert werden, kann der Schaden schnell mal Tausende Euros betragen. Bedauerlicherweise springen die Versicherungsanbieter in einem solchen Fall nicht ein. Flutopfer gehen leer aus.

Wie können sich Geschädigte vor Wasserschäden schützen?

Die Jahrtausendflut: Das Hochwasser hat mehrere Gebiete in Deutschland unter Wasser gelegt. In vielen Orten ist die Lage sehr dramatisch, wie noch nie zuvor. Die Stadt Passau ist das beste Beispiel. Hier erlebten die Bewohner eine Rekordflut, zuletzt gab es diese Sintflut im Mittelalter.  Für Flutopfer hat das Hochwasser immense Katastrophenfolgen. Die Unterkünfte werden zu Sanierungsfällen. Alle Elektrogeräte und Möbelstücke gehören einfach nur noch auf dem Müll. Die Fahrzeuge versinken buchstäblich in den Fluten. Die Kosten belaufen sich auf einer existenzbedrohenden Höhe.

Wer übernimmt den Schaden?

Wenn es um das Thema: „Versicherungsschutz“ geht, vor allen bei Überschwemmungen etc., werden schnell die Türen wieder verschlossen. Gerade beim aktuellen Fall des Hochwassers müssen unglücklicherweise viele Flutopfer zusehen, wie sie zurechtkommen. Viele Versicherungen werden sich querstellen. Es sei denn, die Betroffenen haben Glück und die deutsche Bevölkerung spendet oder vielleicht der Staat greift in diesem Fall mit ein. Auch bei dem letzten Elbe-Hochwasser im Jahre 2002 hat es nicht lang gedauert bis sich der Staat mit eingeklinkt hat. Gegen Schäden durch das Hochwasser sind allerdings nur wenige Versichert. Nur wer, vor vielen Jahren, seine DDR-Wohngebäudeversicherung bei der Allianz weitergeführt hat, kann mit einer Abdeckung rechnen. In der Regel übernehmen die Wohngebäude- und Hausratversicherer die Sturmschäden und die Teilkaskoversicherung den Fahrzeugschaden. Auch wenn Experten seit Jahren eine gesetzliche Pflicht zur Elementarschadenversicherung fordert, die auch im Fall des Hochwassers den Schaden abdeckt, bleibt weiterhin diese Absicherung freiwillig.

Die Elementarschadenversicherung hilft in der Not

Im Allgemeinen umfasst die Versicherungspolice einer Wohngebäudeversicherung keine Überschwemmungsschäden ein, außer die DDR-Versicherungsverträge bei der Allianz. Jeder Versicherungsnehmer hat immerhin die Möglichkeit, wer weiß, dass er in einem Hochwassergebiet wohnt, eine Zusatzversicherung abzuschließen. Diese deckt alle Elementarschäden ab. Die Beiträge für die Elementarschadenversicherung hängen von unterschiedlichen Faktoren ab. Dazu gehören natürlich der Gebäudewert sowie die Schadenswahrscheinlichkeit. Die Versicherer haben in diesem Zusammenhang Risikostufen, die sogenannten „Gefährdungsklassen“ (kurz: GK) im Vertrag mit aufgenommen.

Die Wohngebäudeversicherung schließt Überschwemmungsschäden nicht ein (Ausnahme: alte DDR-Policen). Es gibt aber die Möglichkeit, das Hochwasserrisiko durch eine Zusatzversicherung gegen Elementarschäden abzudecken.
Der Preis für diese Versicherung hängt zum einen natürlich vom Gebäudewert ab, aber zum anderen auch von der Schadenswahrscheinlichkeit. Dazu haben die Versicherer Risikostufen, sogenannte „Gefährdungsklassen“ (GK) im Umlauf gebracht. Die Gefährdungsklassen werden wie folgt unterschieden:

Zone GK 1: dieses Gebiet ist nur selten, d.h. etwa alle 200 Jahre, von Hochwasser betroffen

Zone GK 2: diese Region wird in der Regel alle 50 bis 200 Jahre vom Hochwasser überrascht

Zone GK 3: gilt als mittel hochwassergefährdetes Gebiet und ist alle 10 bis 50 Jahre vom Hochwasser betroffen

Zone GK 4: ist eine stark hochwassergefährdete Region und wird laut Statik alle 10 Jahre einmal vom Hochwasser getroffen

 

Wie hoch ist die Selbstbeteiligung?

Die Prämien schwanken im großen Maße. In einigen Fällen ist der Versicherungsschutz in stark hochwassergefährdeten Gebieten nicht höher angesetzt, als in den weniger schutzlosen Regionen. Allerdings werden die Prämien für Hochwasserlagen im Extremfalle spezifisch festgelegt. Subjektive Schutzmaßnahmen können die Kosten senken. Etliche Versicherer lehnen die Schadensübernahme ab, da sich in den meisten Fällen ein Rückstau der Kanalisation bildet. Ein Versicherungsschutz gibt es nur, wenn ein Rückstauventil und eine regelmäßige Wartung nachweisbar sind. Die Überschwemmungsschäden am Fahrzeug werden in der Regel von der Teilkaskoversicherung übernommen. Wer allerdings vor der Hochwasserflut gewarnt wurde und sein Fahrzeug trotz allen in eine hochwassergefährdete Region abstellt, muss damit rechnen, selbst auf den Schaden sitzen zu bleiben.

 

Zusätzlicher Wohngebäudeschutz

Die Verbraucher haben jederzeit die Möglichkeit sich gegen Schäden, die durch Frost, Sturm, Feuer oder Hagel verursacht wurden, zu versichern. Durch die Elementarschadenversicherung können weitere Schäden, wie zum Beispiel

    Erdfall
    Erdbeben
    Erdrutsch
    Schneedruck
    Hochwasser
    Überschwemmungen
    Lawinen
    Vulkanausbruch (je nach Vertragslage)

 

Mit einer Elementarschadenversicherung versorgt sein

Oftmals wird die zusätzliche Elementarschadenversicherung als Paket angeboten und gilt als Ergänzung der Hausrat- und Wohngebäudeversicherung. Aber auch ältere Versicherungspolicen zur Grunddeckung können ergänzt werden. Darüber hinaus übernimmt die Elementarschadenversicherung beispielsweise:

  1. Aufräumungskosten
  2. Abbruchkosten
  3. Schutzkosten
  4. Bewegungskosten
  5. Schadensabwendungskosten
  6. Schadensminderungskosten

Wer sich für das Gewerbe mit einer Elementarversicherung schützen möchte, tut es häufig mit einer Verkoppelung einer Sturmversicherung.

Einige Versicherer verlangen neben den Beitragszuschlag auch eine Selbstbeteiligung (ein sogenannter Selbstbehalt). Wenn der Wohnort zu risikoreich ist, können die Versicherungsnehmer dann mit einem Selbstbehalt rechnen