Schnellsuche

Zu Hause ist es immer am schönsten. Diese Einstellung kann wohl jeder teilen, und umso wichtiger ist es, seine eigenen vier Wände mit entsprechendem Inventar abzusichern. Um seinen Hausrat gegen verschiedenste Gefahren abzusichern, gibt es die Hausratversicherung. Diese Absicherung kann die abgesicherten Gefahren nicht verhindern, schützt einen aber davor, im Schadensfall selbst für notwendige Reparaturen oder Neuanschaffungen aufkommen zu müssen.

Die versicherten Gefahren der Hausratversicherung

In Hausratversicherungen sind grundsätzlich Schäden am Hausrat abgesichert, die durch Sturm, Hagel, Feuer und Blitzeinschlag entstehen. Neben diesen wetterbedingten Gefahren sind auch Schäden durch ausfließendes Leitungswasser versichert. Abgesehen von diesen Schäden, bei denen es sich ausnahmslos um Beschädigung oder Zerstörung des Hausrats handelt, ist auch das Abhandenkommen des Eigentums infolge eines Einbruchdiebstahls versichert. Vandalismusschäden werden ebenfalls von Hausratversicherungen übernommen, wenn sie Folgen eines Einbruchs sind.

Zusätzlich kann man den Versicherungsschutz auch um die sogenannten Elementargefahren erweitern. In dem Fall ist man auch gegen Schäden versichert, die zum Beispiel durch Erdbeben, Erdrutsch, Vulkanausbruch, Lawinengefahr oder Überschwemmungen auftreten.

Durch die Hausratversicherung abgesicherte Sachen

Durch die Hausratversicherung sind alle beweglichen Sachen innerhalb einer Wohnung abgesichert. So erstreckt sich der Versicherungsschutz von Einrichtungsgegenständen wie Möbel, Teppiche oder Lampen über Gebrauchsgüter, zu denen beispielsweise sowohl Elektrogeräte als auch Geschirr und Kleidungsstücke gehören, bis hin zu Verbrauchsgütern in Form von Vorräten jeglicher Art.

Zudem fallen Wertsachen wie zum Beispiel Bargeld, Sparbücher und Schmucksachen oder auch Gemälde und Pelze unter den Versicherungsschutz. Antiquitäten mit einem Alter von über 100 Jahren gehören auch zu den Wertsachen, solange es sich nicht um Möbelstücke handelt. Bei Wertsachen ist allerdings zu beachten, dass besondere Grenzen für die Entschädigung gelten. So beträgt die Entschädigungsgrenze in den meisten Tarifen zunächst 20 Prozent der vereinbarten Versicherungssumme, kann aber je nach Anbieter gegen einen Mehrbeitrag erhöht werden. Für bestimmte Wertgegenstände wie Geld und Schmuck gibt es zudem festgelegte Grenzen, wenn sie bei einem Einbruch nicht in Wertschutzschränken aufbewahrt wurden.

Ein Versicherungsschutz für Glas und Fahrräder wird bei den verschiedenen Anbietern unterschiedlich behandelt, sodass man bei Bedarf genau darauf achten muss, ob dafür Versicherungsschutz besteht oder dieser gegen einen Aufpreis eingeschlossen werden muss.

Die Beitragsberechnung bei der Hausratversicherung

Die Berechnung des Beitrags erfolgt bei Hausratversicherungen in erster Linie anhand der gewählten Versicherungssumme. Diese bestimmt die Erstattung, die man im Schadensfall von der Versicherung zu erwarten hat. Aus diesem Grund sollte man bei der Wahl der Versicherungssumme auch nicht auf den Beitrag achten, sondern darauf, wie viel der eigene Hausrat wirklich wert ist und wie hoch der finanzielle Aufwand wäre, wenn im Schadensfall alles komplett ersetzt werden müsste. Nur eine vernünftig gewählte Versicherungssumme garantiert einem, im Schadensfall nicht auf einem Teil der entstandenen Kosten sitzen zu bleiben.

Eine derartige und von der Versicherung im Schadensfall erkannte Unterversicherung kann dazu führen, dass nur ein Anteil der Schäden übernommen wird. Um einer solchen Kürzung der Entschädigung zu entgehen, wird meistens der sogenannte Unterversicherungsverzicht angewendet. Dabei wird kein exakter Wert des Inventars bestimmt, sondern es erfolgt eine Berechnung der Versicherungssumme anhand der Wohnfläche, indem eine Pauschale von 650 Euro pro Quadratmeter angesetzt wird. Im Schadensfall verzichtet die Versicherung dann auf die Prüfung des tatsächlichen Wertes und zahlt bis zur vollen Höhe der vereinbarten Deckungssumme.
Neben der gewählten Versicherungssumme spielt auch die Lage und damit die Tarifzone der versicherten Wohnung eine Rolle. Diese Zone wird durch Versicherungen aufgrund bestimmter Risiken und Schadenshäufigkeiten festgelegt.

Wo gelten Hausratversicherungen?

Als Versicherungsort gilt die im Vertrag angegebene Wohnung. Neben den Wohnräumen gelten auch Terrassen, Balkone und Loggien als versichert sowie in unmittelbarer Nähe befindliche Garagen. In Mehrfamilienhäusern gehören zudem gemeinschaftlich genutzte Räume wie zum Beispiel ein Waschkeller mit zum Versicherungsort.

Im Rahmen der Außenversicherung sind auch Gegenstände versichert, die sich vorübergehend außerhalb des Versicherungsortes befinden. Dazu gehören zum Beispiel Taschen oder Jacken, die mit zur Arbeit genommen werden, oder auch all das, was man in einen Urlaub mitnimmt. Der Versicherungsschutz gilt dabei weltweit, ist aber auf einen Zeitraum von maximal drei Monaten begrenzt. Die Außenversicherung gilt auch für den Hausrat der Kinder, die während der Ausbildung woanders wohnen, ohne dort einen eigenen Hausstand zu gründen.