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Im Bürgerlichen Gesetzbuch ist festgelegt, dass jeder, der - egal ob vorsätzlich oder fahrlässig -  einem anderen einen Schaden zufügt, gesetzlich verpflichtet ist, für die Beseitigung des Schadens beziehungsweise für den Ersatz der entstehenden Kosten zu sorgen. Neben den selbst verursachten Schäden regelt das Gesetz aber auch die Behandlung von Schäden, die durch Tiere entstehen, denen ein fester Halter zuzuordnen ist. Demnach ist ein Tierhalter nicht nur dann schadensersatzpflichtig, wenn er selber einem anderen einen Schaden zufügt, sondern auch dann, wenn das eigene Tier zum Schadensverursacher wird. Da es durch Tiere immer mal zu Schäden kommen kann, da auch bei bester Erziehung deren Verhalten nie hundertprozentig vorhersehbar ist, sollte sich jeder Tierhalter mit einer Haftpflichtversicherung dagegen absichern, im Schadenfall vor finanzielle Probleme gestellt zu werden. Während zahme Haustiere wie Katzen, Vögel und Hamster über die Privathaftpflicht abgesichert sind, ist für das Halten von Pferden und Hunden eine gesonderte Tierhalterhaftpflichtversicherung notwendig.

Gefährdungshaftung – das bloße Halten von Tieren macht haftbar

Bei der Tierhaltung unterscheidet man zwischen Nutztieren und Luxustieren. Nutztiere stellen dabei die Art von Haustieren dar, die dem Beruf oder dem Unterhalt des Tierhalters dienen, wie zum Beispiel Schafe, Hütehunde oder auch Zugpferde in der Landwirtschaft. Unter Luxustieren versteht man alle anderen Tiere, die wirklich nur als Haustiere und ohne eine wirtschaftliche Bestimmung gehalten werden.

Die Unterscheidung ist wichtig für die Haftung des Halters im Schadenfall. Bei Schäden durch Nutztiere kann der Tierhalter nur dann haftbar gemacht werden, wenn er die erforderliche Sorgfaltspflicht nicht beachtet hat. Kann er das Einhalten dieser Sorgfaltspflicht nachweisen oder wäre ein Schaden auch ohne entsprechende Sorgfalt entstanden, besteht kein Haftpflichtanspruch.

Ganz anders verhält sich die Haftungsfrage bei der Haltung von Luxustieren. Neben der üblichen Delikthaftung, bei der derjenige haftbar gemacht wird, der einen Schaden verursacht, gibt es laut Gesetz auch die so genannte Gefährdungshaftung. Diese Haftung betrifft die Halter oder Besitzer von Sachen (z.B. Kraftfahrzeuge) oder Tieren (z.B. Hunde, Pferde), von denen eine Gefahr für andere ausgehen kann. Der Tierhalter haftet im Rahmen der Gefährdungshaftung uneingeschränkt und ein Leben lang für alle Schäden, die von seinem Tier ausgehen und für diese Haftung reicht einzig und allein die Tatsache, dass er der Halter ist. Ihn muss demnach für eine Inanspruchnahme keine Schuld treffen, was den Unterschied zu den Nutztieren verdeutlicht. Aus diesem Grund ist es unerlässlich, sich als Tierhalter mit einer Tierhalterhaftpflicht gegen mögliche Schäden abzusichern.

Versicherungsumfang der Tierhalterhaftpflicht

In der Tierhalterhaftpflichtversicherung ist die gesetzliche Haftpflicht des Tierhalters versichert. Es besteht also ein Versicherungsschutz gegen Personen-, Sach- und Vermögensschäden, die durch den eigenen Hund oder das eigene Reitpferd verursacht werden. Zudem beinhaltet der Versicherungsschutz Auslandsschäden, Schäden aus der Teilnahme an Turnieren, Regressansprüche von Sozialversicherungsträgern sowie entstehende Schäden durch einen gewollten oder ungewollten Deckakt.

Ebenso gehören die sogenannten Mietsachschäden zu den versicherten Gefahren, wobei es Unterschiede bei den verschiedenen Tieren gibt. So bezieht sich dieser Einschluss bei Hunden auf die gemietete Wohnung, bei Pferden werden eventuell gemietete Pferdeboxen oder -transporter abgesichert.

Bei der Pferdehaltung spielen oft auch Flurschäden und die private Nutzung von Kutschen und Fuhrwerken eine Rolle, weshalb es von großer Bedeutung ist, dass auch diese Ereignisse im Versicherungsumfang enthalten sind.

Wer ist über die Tierhalterhaftpflicht versichert?

Der Versicherungsschutz der Tierhalterhaftpflichtversicherung erstreckt sich nicht nur auf den Halter selber, sondern auch auf dessen Familie und Freunde sowie den Nachbarn, der als sogenannter Tierhüter auf das entsprechende Tier aufpasst.

Ob Pferd oder Hund – für jedes Tier muss immer eine separate Tierhalterhaftpflichtversicherung abgeschlossen werden. Um sicher zu sein, dass jedes seiner Haustiere versichert ist, muss man darauf achten, dass der Tierhalterhaftpflicht immer die genaue Anzahl an zu versichernden Tieren mitgeteilt wird. Nur so ist ein umfassender Versicherungsschutz gewährleistet.

 

Versicherungsvergleich für eine Haftpflichtversicherung für Hundehalter

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 Versicherungsvergleich für eine Haftpflichtversicherung für Pferdehalter

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