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Lebensversicherungen gehören zu den Personenversicherungen und sichern somit nicht materielle Besitztümer ab, sondern das eigene Leben und die eigene Gesundheit.

Schutz vor den Folgen von Lebensrisiken

Wie jede andere Versicherung auch, kann eine Lebensversicherung keine Risiken verhindern. Sie sorgt aber dafür, dass im Fall eines Schadens nicht auch noch finanzielle Probleme zu den gesundheitlichen Belastungen hinzukommen. Mit Lebensversicherungen können die nachfolgenden Risiken abgedeckt werden. Das Langlebigkeitsrisiko bedeutet, dass aufgrund höherer Lebenserwartungen die Zeit nach dem Berufsleben länger wird und man über einen längeren Zeitraum mit seinem angesparten Geld auskommen muss. Eine zusätzliche Rente oder zusätzliches Kapital für den Ruhestand sind daher zwingend notwendig. Das Todesfallrisiko muss abgedeckt werden, damit die Hinterbliebenen nicht plötzlich vor einem finanziellen Chaos stehen. Dies ist vor allem dann notwendig, wenn der Haupt- oder Alleinverdiener versterben sollte. Das Berufs- oder Erwerbsunfähigkeitsrisiko ist ebenfalls nicht zu unterschätzen, denn die Zahl derer, die ihrem erlernten oder ausgeübten Beruf nicht mehr nachgehen und somit auch kein Einkommen erzielen können, nimmt stetig zu. Ebenso besteht jederzeit das Pflegefallrisiko. Das Eintreten eines Pflegefalles bedeutet meistens nicht nur den Verlust der Arbeit und des entsprechenden Einkommens, sondern führt zudem noch zu vielen weiteren Kosten, die für die Pflege durch Fremde aufgebracht werden müssen.

Verschiedene Arten von Lebensversicherungen

So verschieden die angesprochenen Risiken sind, so unterschiedlich gestalten sich auch die entsprechenden Varianten der Lebensversicherung. So hat man stets die Möglichkeit, sich entweder auf die Absicherung eines der genannten Risiken zu beschränken oder aber auch verschiedene Bausteine miteinander zu kombinieren. Es wird dabei grundsätzlich zwischen Risikolebensversicherungen und kapitalbildenden Lebensversicherungen unterschieden.

Wird nur das Risiko abgesichert, erhält der Versicherungsnehmer lediglich dann eine Leistung, wenn der Versicherungsfall eintritt. Verstirbt der Versicherungsnehmer beispielsweise während der Laufzeit einer Risikolebensversicherung, erhält die begünstigte Person die vereinbarte Versicherungsleistung. Tritt der Tod während der Laufzeit nicht ein, erhält der Versicherungsnehmer auch keine Versicherungsleistung aus dieser Form der Lebensversicherung.

Kapitalbildende Lebensversicherungen bauen hingegen ein fest vereinbartes Vertragsguthaben auf, aus welchem nach dem Ende der Vertragslaufzeit beziehungsweise mit Eintritt des vereinbarten Rentenbeginns eine lebenslange Rente gezahlt wird. Alternativ steht dem Versicherungsnehmer auch die Option offen, sich das Guthaben in Form eines Einmalbetrages auszahlen zu lassen.

Demnach ist die kapitalbildende Lebensversicherung für diejenigen Versicherungsnehmer attraktiver, die am Ende der Laufzeit nicht das Gefühl haben möchten, durch den Nichteintritt des Versicherungsfalles nur Geld eingezahlt zu haben. Zu beachten ist aber, dass der Beitrag für eine kapitalbildende Lebensversicherung naturgemäß auch höher ist als für eine Risikolebensversicherung.

Bei einer Lebensversicherung wird gleichzeitig unterschieden zwischen klassischen Varianten, die konservativer anlegen und aufgrund eines garantierten Zinssatzes eine gewisse Sicherheit beinhalten sowie fondsgebundenen Versicherungen, bei denen der Versicherte von den Gewinnen an den Wertpapiermärkten profitieren und somit ein höheres Vertragsguthaben erzielen kann.

Der vertragliche Ablauf und das Ende eines Versicherungsvertrages

Jede derartige Versicherung gestaltet sich so, dass es eine vertraglich festgelegte Zeit gibt, in der die Beitragszahlungen stattfinden. Dieser Zeitraum bildet gleichzeitig den Versicherungszeitraum, für den der Versicherungsschutz gilt und in dem der etwaige Versicherungsfall eintreten muss, um Anspruch auf eine Leistung zu haben. Bei der reinen Risikoabsicherung endet der Versicherungsvertrag mit dem Ablauf des Versicherungszeitraumes. Bei einer Risikolebensversicherung endet der Versicherungsvertrag zudem beim Eintritt des Versicherungsfalles, also dem Tod des Versicherungsnehmers und der Auszahlung der Todesfallleistung an die Hinterbliebenen. Beim Eintritt einer Berufsunfähigkeit wird die vereinbarte Rente bis zum Ablauf der vereinbarten Laufzeit gezahlt.

Bei einer kapitalbildenden Variante, beginnt zum Ende der Beitragszahlung der Rentenbezug beziehungsweise auf Wunsch die Auszahlung des Guthabens als Einmalzahlung. Aus dem bis dahin angesammelten Vertragsguthaben wird eine lebenslange Rente berechnet, die als zusätzliches Einkommen im Alter verwendet werden kann. Solche Verträge werden meistens auch als Rentenversicherungen bezeichnet und bilden die häufigste Form der Lebensversicherungen.

Der Unterschied von Rentenversicherungen ohne staatliche Förderung liegt in der steuerlichen Betrachtung. Da es in der Beitragsphase keine steuerlichen Vorteile gibt, sind sie im Gegensatz zu Riester- und Basisrente in der Rentenphase (bei kapitalbildenden Versicherungen) steuerlich attraktiver. Dort muss nicht die gesamte Leistung versteuert werden, sondern lediglich der Ertragsanteil.

Viele Varianten und Möglichkeiten führen dazu, dass der Interessierte sich unbedingt detaillierter über dieses Thema informieren sollte, um die für ihn passende Variante zu finden. Der Vergleich mehrerer Anbieter lohnt sich in jedem Fall.